Archiv für die Kategorie ‘Gesundheitspolitik’

Die Gefahr aus dem Internet: Gefälschte Arzneimittel/ Seriöse Versandapotheke finden

Juli 28, 2008

Laut einer Studie der „European Alliance for Access to Safe Medicines (kurz: EAASM)“, wird das Internet immer mehr zu einer „Schnellstraße“ für gefälschte Arzneimittel. Die EAASM, ist eine unabhängige Organisation, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, das Thema gefälschte Arzneimittel mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Der Report wurde am 22. Juli in London vorgestellt. Die Untersuchung offenbart ein beunruhigendes Ergebnis: Von allen über das Internet vertriebenen Arzneimitteln, sind mehr als 60 Prozent gefälscht oder minderwertig! Neben Präparaten zur Minderung einer erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) wurden auch Medikamente zur akuten Behandlung ernster kardiovaskulärer (Herz und Gefäßsystem betreffend), respiratorischer (die Atmung betreffend) oder psychischer Erkrankungen (Psychopharmaka) untersucht. Insgesamt wurden für die Studie 18 Präparate online bestellt.

Durch den schnell wachsenden Internethandel mit illegalen Medikamenten erhöht sich zugleich die Wahrscheinlichkeit, gefälschte Arzneimittel auch zu erhalten. Da Patienten zudem oft nicht in der Lage sind, gefälschte von nicht gefälschten Präparaten zu unterscheiden, ist das gesundheitliche Risiko, welches von solchen Produkten ausgeht, sehr hoch. So können Arzneimittel, welche über keinen oder einen zu geringen Wirkstoffgehalt verfügen, zu einer großen Gefahr für den Patienten werden.

Für die Studie wurden bei mehr als 100 Arzneimittelhändlern im Internet verschiedene, häufig einzunehmende und verschreibungspflichtige Präparate gekauft. Nach erfolgter detaillierter Untersuchung, kam die EAASM zu dem (gefährlichen) Ergebnis, dass alle Medikamente ausgeliefert wurden, aber ohne Vorlage eines notwendigen Rezepts. Diese Vorgehensweise ist nicht nur illegal, sondern auch mit vielen Risiken für die Gesundheit des Käufers verbunden.

Die visuelle und chemische Analyse der bestellten Medikamente führte zu folgenden Ergebnissen:

• Von den getesteten Arzneimittelhändler im Internet arbeiten 96 Prozent illegal. So fehlten auf nahezu jeder Webseite: die Kontaktadresse, der Firmensitz und ein namentlich genannter Apotheker.

• Über 90 Prozent der Internethändler versenden verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne Vorlage eines ärztlichen Rezepts.

• Gefälscht war in 86 Prozent der Fälle das auf der Packung aufgedruckte Prüfsiegel.

• Dagegen enthielten 62 Prozent der Präparate entweder keine oder zu geringe Wirkstoffmengen. Gleichzeitig war die Qualität der Produkte oft mangelhaft.

• Lediglich 38 Prozent der versendeten Medikamente waren Originalprodukte. Von denen aber wiederum 16 Prozent aus illegalen Nicht-EU-Importen stammten. In vielen Fällen fehlte zudem die Patienteninformation, obwohl diese aber enthalten sein muss.

Ebenso wurde vereinzelt bei der Versendung von lebensverlängernden Herzmedikamenten Viagra kostenfrei als „Bonus“ beigefügt, ohne dabei auf mögliche Wechselwirkungen hinzuweisen. Solche Beigaben sind nicht nur illegal, sie können sogar zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen, wenn diese Präparate ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden.

Inwieweit die Ergebnisse der (europäischen) Studie auch auf Deutschland übertragbar sind, geht aus dem Bericht leider nicht hervor. Grundsätzlich gelten aber für Versandapotheken in Deutschland die gleichen hohen Anforderungen an Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit, wie bei einer Apotheke vor Ort. Aus diesem Grund dürfen nur solche Arzneimittel versendet werden, die für den deutschen Markt zugelassen sind und die Informationen in deutscher Sprache enthalten. Darüber hinaus muss die Versandapotheke die Beratung in deutscher Sprache, durch pharmazeutisches Personal, gewährleisten. Dies gilt auch für Versandapotheken, die ihren Sitz im europäischen Ausland haben. Seriöse Versender bestehen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zudem auf das Einsenden des Originalrezepts.

Bei einer Bestellung von Arzneimitteln über das Internet, sollte geprüft werden, ob die Webseite über ein vollständiges Impressum verfügt. Die Internetapotheke muss die Postanschrift der Offizin-Apotheke, den Namen des Apothekers/der Apothekerin, die berufliche Qualifikation, die zuständige Aufsichtsbehörde sowie die zuständige Apothekerkammer beinhalten. Grundsätzlich gilt: In Deutschland sind nur Apotheken befugt, Arzneimittel zu verkaufen bzw. zu versenden.

Die Zukunft der Gesundheit: Bürger wünschen mehr Mitbestimmung

Juli 21, 2008

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zu „Strategien der Anbieter im deutschen Gesundheitssystem und deren Akzeptanz in der Bevölkerung“, wollen die Deutschen ein anderes Gesundheitssystem. Die Bevölkerung wünscht sich von den Krankenversicherungen und Leistungserbringern eine Erweiterung ihrer Angebote, z.B. durch Präventionsmaßnahmen oder Zusatzleistungen für Selbstzahler.

In Kurzform nachfolgend die Ergebnisse:

• 93 Prozent der Bürger würden vom normalen Angebot abweichen und sich individuelle Leistungen wünschen, für die sie bei Bedarf auch bereit sind, mehr zu zahlen.

• 83 Prozent wünschen eine stärkere Unterstützung von Präventionsmaßnahmen.

• Ein Großteil möchte bei der Gesundheitsversorgung individuelle Mitbestimmung. Am ehesten würden die Deutschen einer Steuerung bei Arzneimitteln zustimmen.

• 83 Prozent sind der Auffassung, dass der Gesetzgeber finanzielle Anreize zur Senkung der Gesamtkosten im Gesundheitssystem schaffen sollte.

• 81 Prozent können es sich vorstellen, Präventionspakete in Arztpraxen wahrzunehmen.

• 61 Prozent meinen, dass eine Verknüpfung der Krankenkassenbeiträge an eine gesunde Lebensweise sinnvoll wäre.

• 60 Prozent würden Gesundheits-Checks und Vorsorgeuntersuchungen selbst bezahlen.

• Die meisten wünschen sich von ihrer Krankenkasse, dass sie in Zukunft neben der Bezahlung der medizinischen Versorgung, die Versicherten auch in Gesundheitsfragen berät und geeignete Behandlungsmöglichkeiten bzw. Therapieansätze findet.

An der Befragung nahmen 1.000 Erwachsene teil. Die Ergebnisse zeigen, so Berger, dass die Deutschen den Weg von Leistungsempfängern zu aktiv handelnden Kunden beschreiten wollen. Die Kunden wollen Differenzierung.

Dabei verändert sich das Gesundheitswesen kontinuierlich in einen Markt mit erhöhter Transparenz, durch Mündigkeit der Bürger und unternehmerisches Handeln der Leistungsanbieter, so die Autoren der Studie. Der privat finanzierte zweite Gesundheitsmarkt wächst stetig weiter – im Jahr 2008 bisher auf etwa 64 Milliarden Euro. Diese Zahl verdeutlicht, das der zweite Markt über einen großen Anteil an Präventionsleistungen verfügt und dazu beiträgt, das Gesundheitssystem finanziell zu entlasten.

Viele Experten fordern schon lange, dass mehr Wettbewerb dem System gut tun würde. Zumal die Versicherten, welche aktiv etwas für ihre Gesundheit tun, vom deutschen Gesundheitssystem kaum belohnt werden. Aus diesem Grund unterstützen sie, zum Beispiel die Einführung von Wahltarifen bei den Krankenkassen und eine prozentuale Eigenbeteiligung der Bürger an der Gesundheitsvorsorge.

Viele Krankenkassen erhöhten 2008 ihre Beiträge/ Gesundheitsfonds

Juli 11, 2008

In den ersten 6 Monaten dieses Jahres haben nahezu 50 Prozent aller gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöht. Davon betroffen sind 17,5 Millionen Versicherte. Die Kassen begründeten die Anhebung ihrer Beitragssätze häufig mit den gestiegenen Kosten im Gesundheitssystem. Andere Krankenkassen erhoffen sich dadurch ein besseres Finanzpolster für die Zeit nach der Einführung des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009.

Ausgewählte Kassen, die ihre Beitragssätze im ersten Halbjahr erhöhten:

• Continentale BKK auf 14,5 Prozent (Erhöhung um 1,4 Prozent.)
• Bahn BKK auf 14,3 Prozent (Erhöhung um 1,3 Prozent.)
• Techniker Krankenkasse auf 13,8 Prozent (Erhöhung um 0,3 Punkte.)
• Gmünder Ersatzkasse GEK auf 14,3 Prozent (Erhöhung um 0,7 Prozent.)
• Taunus BKK auf 14,5 Prozent (Erhöhung um 0,7 Prozent.)
• IKK-Direkt auf 12,4 Prozent (Erhöhung um 0,4 Prozent.)
• BKK Mobil Oil auf 13,3 Prozent (Erhöhung um 0,4 Prozent.)
• Die teuerste Krankenkasse ist zurzeit die City-BKK mit 16,5 Prozent (Erhöhung um 0,5 Prozent.)

Aufgrund der teilweisen drastischen Beitragssatzerhöhungen erreichte das Preisniveau bei den gesetzlichen Krankenkassen einen neuen Rekordstand.

Es gibt aber auch Kassen, die ihre Beiträge nicht dem Trend folgend erhöht, sondern gesenkt haben. Bei folgenden gesetzlichen Krankenkassen, zahlen die Versicherten zum Beispiel geringere Beiträge:

• AOK Plus (Fusion aus AOK Thüringen und AOK Sachsen) mit einem Beitragssatz von 12,9 Prozent. (Senkung um 0,7 Prozent.)
• BKK Autoclub mit einem Beitragssatz von 13,4 Prozent. (Senkung um 0,5 Prozent.)
• Die günstigste offene Krankenkasse ist momentan die IKK-Sachsen mit 11,8 Prozent.

Diese Angaben beruhen auf einer Analyse von 205 gesetzlichen Krankenkassen, die von Krankenkassen.de befragt wurden.

Insgesamt erhöhten 95 von 205 Kassen von Januar bis Juli dieses Jahres ihre Beitragssätze. Mit den jüngsten Erhöhungen nähern sich viele Krankenkassen dem Betrag von 15,5 Prozent an, den Experten für den Gesundheitsfonds ankündigen. Der endgültige Beitragssatz für den Gesundheitsfonds, wird aber erst am 1. November dieses Jahres festgelegt.

Mit dem Start des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009, fließen dann alle gezahlten Beiträge in einen Topf. Aus diesem erhalten die Kassen für jeden Versicherten einen Pauschalbetrag. Gesetzliche Krankenkassen mit vielen alten und kranken Mitgliedern, sollen zudem Geld von den anderen Kassen bekommen. Benötigt eine Kasse mehr Geld als vorgesehen, kann sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag verlangen. Um die Versicherten nicht zu überfordern, darf maximal ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens als zusätzlicher Beitrag erhoben werden. Bei Erhebung von Zusatzbeiträgen ist ein Wechsel der Krankenkasse möglich. Dagegen kann eine Kasse ihren Mitgliedern finanzielle Vergünstigungen oder eine Prämienauszahlung gewähren, wenn sie mit den Beiträgen gut wirtschaftet.

Eine alphabetisch sortierte Liste aller Krankenkassen, die 2008 ihre Beiträge erhöht haben, gibt es hier.

Stiftung Warentest kritisiert Apotheken

Juli 2, 2008

Bisher galten Apotheken als kompetent, auch weil sich jeder Bürger fachlich gut beraten und versorgt fühlte. Jetzt steht die Apothekenlandschaft in Deutschland aber in der Kritik, weil genau diese fachliche Kompetenz von der Stiftung Warentest in einer neuen Untersuchung bemängelt wird.

Besonders die Beratung und der Service in den Apotheken wurden von der Stiftung kritisiert. Getestet wurden in der deutschen Hauptstadt 20 Apotheken, an Bahnhöfen und in Einkaufszentren. Dabei legten die Warentester besonderen Wert auf die fachliche Kompetenz, sowie Kundenorientierung und Einrichtung. Während die Qualität der Beratung und Versorgung zu 80 Prozent in die Bewertung einfloss, hatten die weiteren Kriterien ein Gewicht von 20 Prozent.

Nach Aussage der Stiftung Warentest vom 26. Juli gegenüber Journalisten, könne es durchaus passieren, dass der Patient einen falschen Rat zu Medikamenten und Lichtschutzfaktoren erhält. Aber auch beim Blutdruckmessen wurden Fehler gemacht. Darüber hinaus lehnten sogar einige Apotheken die Herstellung von Rezepturen ab oder mischten diese falsch. Von Seiten der Warentester hieß es dazu: „Das kann passieren, wenn man seinen Apotheker fragt.“

Dabei führte die Stiftung insgesamt 160 Testbesuche in den ausgewählten Apotheken durch. Von denen nur eine die Note „gut“ erhielt. Dagegen gab es für acht Apotheken ein „befriedigend“ und für drei weitere noch ein „ausreichend“. Die anderen acht bekamen lediglich ein „mangelhaft“. Darunter befinden sich die vier Apotheken, die es ablehnten eine Rezeptur anzufertigen, mit der Begründung, dass es sich finanziell für sie nicht lohnen würde. Zwei weitere stellten eine andere als die geforderte Arzneiform her. Von den anderen zwei Apotheken wurde bei der Beratung zur Einnahme der Medikamente keine der Wechselwirkungen erkannt.

Bei einem weiteren Test wurde überprüft, ob die Apotheken auf Wechselwirkungen zwischen Delix und Voltaron Dolo hinweisen. Das Ergebnis: Lediglich sechs Apotheken informierten „vollständig und richtig“ über eine abgeschwächte Wirkung. Im Gegenzug wiesen 16 der insgesamt 20 Apotheken bei einer gleichzeitigen Anwendung von Marcumar und Johanniskraut auf eine Thrombosegefahr hin. Dagegen warnten nur vier der getesteten Apotheken „vollständig und richtig“ vor Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von Fosamax und Calcium D3 Tabletten.

Für die Bewertung einer Rezeptur entschied sich die Stiftung Warentest für ein Metronidazol Gel mit sieben Bestandteilen. Von neun Apotheken wurde die Rezeptur als gelungen eingestuft, obwohl die Kennzeichnungen und Abpackungen als – nicht angemessen – beurteilt wurden. Allerdings fielen drei Apotheken komplett durch, da sie entweder eine Flüssigkeit abgegeben oder ein Fertiggel verwendet hatten. Dabei stellten nur vier Apotheken die Rezeptur so her, dass die Prüfer rundum zufrieden waren.

Zu einem besonders enttäuschenden Ergebnis kam die Stiftung beim Blutdruckmessen – keine Apotheke konnte überzeugen. So erhielten auch Testerinnen schlechten Rat, als sie wissen wollten, wie die Konzentrationsschwierigkeiten ihres Kindes behoben werden können. Ebenso gab es zum Teil falsche Aussagen zu Sonnenschutzmitteln und Lichtschutzfaktoren.

Eine Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) erklärte, dass man die Kritik der Stiftung Warentest „sehr ernst“ nehmen würde. Eine Stellungnahme soll aber erst nach einer genauen Prüfung der Umfrageergebnisse erfolgen.

Transparency Deutschland: Teures Gesundheitswesen, aber nur wenig Leistung

Juni 23, 2008

Deutschland belegt in der Welt den dritten Platz bei den Kosten des Gesundheitswesens. Darüber hinaus liege die Bundesrepublik bei den Leistungen und ihren Ergebnissen für die Gesundheit der Bevölkerung aber nur im Mittelfeld der Industrienationen, so Anke Martiny, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland. Ebenso kritisierte sie und ihre Organisation, dass die Vergabepraxis bei den Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen unklar sei. Gleichzeitig sei der Vertrieb von Arzneimitteln und deren Rohstoffe nur ungenügend geregelt.

Gegenüber Journalisten in Berlin machte Martiny klar, dass jedes Jahr das Geld der Versicherten in großen Mengen durch verschwenderische, unwirtschaftliche und unseriöse Methoden verloren gehe. Der daraus resultierende Verlust liege zwischen drei und zehn Prozent des Gesundheitsbudgets. Zugleich sieht Transparency Deutschland die eingeführten Rabattverträge zwischen den Kassen und Herstellerfirmen nach dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) als „höchst problematisch“.

Da die Vertragsbedingungen zudem nicht einsehbar seien, erhöhten sich nur die Bürokratie, Regresse und Retaxationen. Den Pharmaherstellern würde dadurch die Möglichkeit gegeben, Mitarbeiter der GKV durch entsprechende Maßnahmen gewissermaßen zu Marketingagenten für fragwürdige Produkte zu machen, indem sie Vertreter der Kassen zu Rabattverträgen für solche Präparate veranlassten. Die dabei entstehenden Kosten für die Zunahme der Intransparenz trügen insbesondere die Versicherten, wenn ihre Ärzte über Rabattverträge gezwungen seien, anstelle auf dem Markt verfügbarer preiswerter Generika von den Herstellern rabattierte, aber dennoch überteuerte Markenprodukte zu verordnen.

Auch kam das von der Bundesregierung im Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) verfasste Ziel, nur werbefreie Praxissoftware für ärztliche Verordnungen zuzulassen, im Jahr 2006 nicht zustande. Ausschlaggebend dafür war, eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit den Softwareherstellern, obwohl der Gesetzgeber eine Überprüfung und Zertifizierung der entsprechenden Programme gefordert hatte. Für Martiny sei „das Ergebnis unbefriedigend“ – trotzdem greife die Bundesregierung nicht ein. Dadurch würden auch hier überhöhte Verordnungskosten, auch bei Nachahmerprodukten – durch mangelhafte Software – entstehen.

Durch intransparente Vertriebswege ergeben sich außerdem Gesundheitsgefährdende Globalisierungsfolgen. Nach Angaben von Transparency Deutschland gelangen verfälschte und verschmutzte Rohstoffe für Arzneimittel zur Weiterverarbeitung in die „erste Welt“ und führten zu Gesundheitsschäden bis hin zu Todesfällen. Aus diesem Grund, fordert die Organisation eine strickte Kennzeichnung medizinischer Stoffe vom Ursprungsprodukt bis zum Endverbraucher.

Obendrein würden vermehrt Arzneimittelfälschungen die als Vollfälschungen durch Drogendealerbanden auf den europäischen Markt gelangten, vorwiegend im Internethandel vertrieben. Daher fordert Transparency Deutschland fälschungssichere Verpackungen, in Verbindung mit einer lückenlosen Kennzeichnung in der Vertriebskette. Um gesundheitliche Schäden der Bevölkerung zu vermeiden, müsse die Bundesregierung ihre Bemühungen zur Eindämmung des illegalen Medikamentenhandels sowie zur entsprechenden Kontrolle des Internets verbessern.

Arztfehler: Keine Seltenheit

Mai 26, 2008

Jeder macht Fehler, das gelte auch für Mediziner. Aber der Unterschied ist, dass Ärzte nicht gerne darüber reden und ihre Fehler zugeben. Zumal durch jede falsche Diagnose oder durch jeden Kunstfehler das Leben eines Menschen gefährdet wird. Würden sie mit fehlerhaften Behandlungen offen umgehen, wären sie auch in der Lage die Ursachen zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Mit diesem Aspekt haben sich jetzt Forscher der University of Alabama und der State University of New York beschäftigt. Dabei lag das Hauptaugenmerk ihrer Studie auf den „falschen Diagnosen“ der Ärzte. Abhängig von den Bereichen ermittelten sie eine Fehlerquote zwischen 2 und 5 Prozent. Stellten aber auch fest, das die Fehlerrate in einigen medizinischen Bereichen auch über 10 Prozent liegt.

Der emeritierte Professor, Arthur Elstein von der University of Illinois in Chicago, beschäftigte sich fast sein ganzes Berufsleben mit den Fehlern der Götter in Weiß. Wie Spiegel Online berichtet, liegen nach Schätzungen des Professors die Ärzte sogar in cirka 15 Prozent aller Fälle falsch.

Trotz der Zahlen darf nicht vergessen werden, dass viele Diagnosen richtig sind. Aber worin liegt die Diskrepanz zwischen den richtigen und den falschen Urteilen der Ärzte? Fest steht: An unzureichender Medizintechnik kann es nicht liegen, diese ist hochmodern. (Aber vielleicht ist gerade die Komplexität der Medizintechnik auch eine Ursache für die Fehler der Mediziner?) Wie die beiden amerikanischen Forscher herausgefunden haben, seien die Ärzte selbst der Grund für falsche Beurteilungen, weil sie durch Selbstüberzeugung die Genauigkeit ihrer Diagnosen überschätzen. Darüber hinaus seien sich viele Ärzte oftmals gar nicht bewusst, wie hoch die eigene Fehlerquote wirklich sei. Darum bräuchten die Ärzte auch eine bessere Rückmeldung bei verursachten Fehlern.

Das Gute an den Zahlen ist nur, das sie aus Großbritannien stammen. Deutsche Mediziner schweigen lieber zu diesem Thema, weshalb Zahlen über falsche Diagnosen in Deutschland nur unzureichend vorliegen und deshalb auch nur wenig aussagekräftig sind. Zudem werde das äußerst empfindliche Problem falscher Diagnosen immer noch zu wenig betrachtet und nur ungenügend erforscht.

Nur einmal trauten sich Ärzte und Pfleger das Thema öffentlich zu machen. Mit der im Februar erschienenden Broschüre des Aktionsbündnisses Patientensicherheit „Aus Fehlern lernen“. In einer noch nie da gewesenen Offenheit, bekannten sich Ärzte, Pfleger und Therapeuten zu Behandlungsfehlern. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, er wird aber noch von zu wenigen Medizinern gegangen. Dabei können doch nur Fehler beseitigt werden, wenn über sie gesprochen wird. Stillschweigen führt dagegen zu keiner Lösung. Vielmehr wird noch mehr Misstrauen geschürt.

Stattdessen beschäftigen sich vermehrt Schlichtungsstellen mit den Irrtümern der Ärzte. Die Aufgabe der Schlichter ist es, Streit zwischen Patienten und Medizinern außergerichtlich zu lösen. Im Zuge dessen, hat die Schlichtungsstelle der norddeutschen Ärztekammer für das Jahr 2007 eine Übersicht der am häufigsten auftretenden Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen erstellt. Das Ergebnis: Oft werden Brusttumore, gefolgt von Frakturen an Hand, Unterarm bzw. Handgelenk sowie Blinddarmentzündungen nicht erkannt.

Fakt ist: In Deutschland müssen immer weniger Ärzte, immer mehr leisten. Somit begünstigt nicht nur die Selbstgewissheit der Ärzte, sondern vermehrt auch fehlendes Personal, Zeit- und Kostendruck die Entstehung von Fehlern. Aber auch Mängel in der Kommunikation und Organisation tragen zu falschen Entscheidungen bei.

Aber was können Patienten tun? Sie sollten aufmerksam und kritisch sein. Auch das Hinterfragen von Diagnosen und Testergebnissen senkt die Fehlerwahrscheinlichkeit der Ärzte. Das Nachfragen, bei z.B. einem nicht eindeutigen Krankheitsbefund, wirkt der Tendenz entgegen, die erstbeste Annahme für die Richtige zu halten. Der Arzt wird so gezwungen über seine Entscheidung konkret nachzudenken, diese zu erklären und gegebenenfalls zu korrigieren. Ständiges Fragen erleichtert zudem auch das Verständnis und das Verstehen einer Diagnose.

Ausgaben für Gesundheit gestiegen

Mai 6, 2008

Im Jahr 2006 gaben die Deutschen wieder mehr für ihre Gesundheit aus. Die Ausgaben der Bundesbürger beliefen sich auf 245 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 2,4 Prozent mehr, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Der Anstieg ist zurückzuführen auf erhöhte Ausgaben für Medikamente, Arztrechnungen, Krankenhauskosten und Pflegedienste.

Jeder Einwohner gab 2006 durchschnittlich 2.970 Euro für die Gesundheit aus. Im Jahr zuvor lagen die Gesundheitsausgaben noch bei 2.900 Euro. Damit beliefen sich die Ausgaben auf 10,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Der größte Ausgabenposten wurde durch die gesetzliche Krankenversicherung verursacht. Deren Ausgaben erreichten im Jahr 2006 knapp 140 Milliarden Euro, das entsprach einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Prozent. Die private Krankenversicherung zahlte 7,4 Prozent der Gesundheitsausgaben, das sind umgerechnet 22,5 Milliarden Euro.

Die hilfstätigen Organisationen und die privaten Haushalte gaben etwa 3,4 Prozent mehr aus als im Jahr 2005. Das entspricht Mehrausgaben in Höhe von 33,3 Milliarden Euro.

Überdurchschnittliche Ausgabensteigerungen gab es für ärztliche Leistungen, welche um 3,2 Prozent angestiegen wären. Dagegen hätten die Kosten für Medikamente, Hilfsmittel oder Material nur um 2 Prozent zugenommen. In der ambulanten Versorgung waren vom Ausgabevolumen (48,4 Prozent oder 118,6 Milliarden Euro) her betrachtet, die Arztpraxen (36,4 Milliarden Euro) und die Apotheken (34,7 Milliarden Euro) die bedeutendsten Posten. An dritter Stelle stehen die Zahnarztpraxen mit einem Ausgabenanteil von 15,8 Milliarden Euro.

Dagegen wurden im (teil-)stationären Bereich 90,1 Milliarden Euro mehr aufgewendet, das entspricht 2,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005. Daraus ergibt sich ein Anteil an den gesamten Ausgaben von 36,8 Prozent. Zu den (teil-)stationären Einrichtungen gehören Krankenhäuser (63,9 Milliarden Euro) und die Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (18,8 Milliarden Euro). Aber auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, welche mit 7,4 Milliarden Euro an den Ausgaben beteiligt waren.

Hautkrebsvorsorge ab Juli Kassenleistung/ Sonnenbrand vermeiden

April 25, 2008

Die warmen Tage haben begonnen, die Liegestühle für ein Sonnenbad sind wieder entstaubt und der Urlaub für den Sommer ist bereits geplant. Viele genießen die warmen Strahlen der Sonne, ohne dabei an den Schutz ihrer Haut zu denken. Und beachten nicht, das der Hautkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung ist, die am schnellsten zunimmt. Hautärzte und Forscher rechnen sogar mit einem drastischen Anstieg der Erkrankungsrate für die kommenden Jahre. Auch wenn das Melanom sehr gefährlich ist, kann es rechtzeitig erkannt, gut behandelt werden. Dies haben jetzt auch die gesetzlichen Krankenkassen erkannt.

Ab 01. Juli 2008 übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten für eine Hautkrebsvorsorge. Dabei hat jeder Versicherte ab dem 35sten Lebensjahr alle 2 Jahre Anspruch auf eine kostenlose Früherkennungsuntersuchung. Bisher musste ein Hautkrebs-Screening von den Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden, da diese Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung eingestuft wurde. Dabei sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Der wohl wichtigste Risikofaktor für die Hautkrebsentstehung ist die überhöhte Sonnenbestrahlung. In Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Erwachsene mit einer Hautkrebserkrankung als (Klein)Kind vermehrt der Sonne ausgesetzt waren. Dies ist umso dramatischer, da aufgrund der empfindlichen Kinderhaut, bereits ein starker Sonnenbrand als Auslöser für einen Hautkrebs im Erwachsenenalter ausreichen könnte.

Oft kann schon ein kurzes Sonnenbad, besonders bei gefährdeten Menschen, einen Sonnenbrand auslösen. Sicher ist auch, das nicht jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand zwangsläufig einen Hautkrebs hervorruft. Aber jede übermäßige UV-Bestrahlung kann die Hautzellstruktur negativ verändern. Treten diese Schädigungen vermehrt auf, erhöht sich gleichzeitig das Risiko, mit zunehmendem Lebensalter an Hautkrebs zu erkranken.

Daher sollten (gefährdete) Erwachsene und Kinder sich nicht ungeschützt der Sonne aussetzen. Häufig reichen schon wenige Vorsichtsmaßnahmen aus, um sich und das Kind fast vollständig vor den gefährlichen Seiten der Sonne zu schützen.

Da die Ursache für den Hautkrebs meist eine zu ausgiebige Sonnenbestrahlung ist, sollte zur Vorbeugung, die direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Der einfachste und effektivste Schutz vor intensiver Sonne wird durch Kleidung (incl. Kopfbedeckung) und Schatten gewährleistet. Dabei sollte die Sonne besonders in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr gemieden werden. Aber auch in der restlichen Zeit ist es notwendig, unbedeckte Hautareale mit Sonnenschutzmitteln zu schützen. Dabei ist der Sonnenschutzfaktor abhängig vom Hauttyp und der Sonnenzeit. Besteht Unsicherheit darüber, welcher Hauttyp vorliegt, sollte der Hautarzt aufgesucht werden. Grundsätzlich ist es notwendig, immer ein Sonnenschutzprodukt zu verwenden, das sowohl vor UV-B-Strahlung als auch vor UV-A-Strahlung schützt.

Dabei ist es erforderlich den Sonnenschutz mehrmals am Tag zu erneuern. Das Eincremen sollte cirka 30 Minuten vor dem Sonnenbad erfolgen. Es gilt jedoch zu beachten, das Nachcremen die Schutzwirkung nicht verlängert. Wenn möglich, wasserfeste Lichtschutzprodukte verwenden. Nach jedem Abtrocknen am Strand oder Pool, muss die Haut erneut eingecremt werden. Ebenso sind die Augen durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter zu schützen.

Generell gilt: Kinder bis zu ihrem dritten Lebensjahr niemals der prallen Sonne aussetzen! Der natürliche Eigenschutz der Haut gegen UV – Strahlen ist noch nicht vollständig entwickelt. Beim Spielen im Freien immer im Schatten aufhalten. Bei Säuglingen empfiehlt es sich, einen kleinen Schirm am Kinderwagen zu befestigen. Die Haut des Kindes sollte in den ersten 12 Monaten nicht unnötig mit Sonnenschutzmitteln belastet werden. Zum Schutz vor Sonnenbrand eignet sich sonnengerechte Kleidung und eine dünne Babydecke aus festem UV – undurchlässigem Stoff. Ebenso ist der Kopf des Kindes zu bedecken. Eine Kopfbedeckung verhindert nicht nur den Sonnenbrand am Kopf, er schützt darüber hinaus auch vor einem Sonnenstich.

Nach dem Urlaub am Meer oder spätestens am Ende des Sommers, blicken viele Menschen wehmütig auf die vermeintlich schönste Zeit im Jahr zurück. Einige Urlauber bringen aber außer Andenken auch gesundheitliche Probleme mit. Gerade lange Sonnenbäder brennen sich tief in die Haut ein. Eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung schafft Klarheit.

Weitere Informationen zur Hautkrebsfrüherkennung und zum richtigen Umgang mit der Sonne bietet die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch der Verein zur Bekämpfung des Hautkrebses e.V. (www.hautkrebs.de) bietet umfangreiche Hinweise.

Gesetzlich Versicherte müssen mal wieder in den sauren Apfel beißen

April 16, 2008

Jetzt ist es endgültig raus, die Gesundheit ist ein teures Gut. Dies zeigt sich vor allem in den Diskussionen der letzten Wochen, die sehr intensiv geführt werden. Dabei gelangte man endlich zu der Erkenntnis und das ganz offiziell, dass es die „Zwei-Klassen-Medizin“ tatsächlich in Deutschland gibt. Also, herzlich willkommen im Land der Dichter und Denker und in einem Land, in der die gesetzlich Versicherten nur noch die zweite Geige spielen.

Der Ärger vieler Patienten ist nachzuvollziehen, die Wartezeit auf einen Termin ist oft unverständlich lang. Aber wer ist für die Miesere verantwortlich? Eines steht auf jeden Fall fest, Ärzte bekommen für die Behandlung gesetzlich Versicherter weniger Geld, als für privat Versicherte. Jetzt könnte man zu dem Entschluss kommen, das es Ärzten vermehrt um das Streben nach Gewinn gehe und nicht mehr um die Gesunderhaltung ihrer Patienten. Aber ist es so einfach zu erklären? Es ist zu mindest schwer vorstellbar. Zumal auch Ärzte an die Vorgaben der Politik (Honorartopf) gebunden sind.

Die Diskussionen gehen aber noch weiter. Einige Gesundheitsexperten befürchten sogar, dass im Zuge der Gesundheitsreform den gesetzlich Versicherten der Zugang zu innovativen Behandlungen und Medikamenten verwehrt werden könnte. Im Zuge dessen haben sie in einer mehrseitigen Stellungnahme an das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf die Missstände aufmerksam gemacht.

An der Festlegung, welche Arzneimittel und Behandlungsmaßnahmen von gesetzlichen Krankenkassen bezahlt oder nicht bezahlt werden, ist das Institut im hohen Maße beteiligt. Nach der Gesundheitsreform ist das IQWIG auch dafür verantwortlich, inwieweit die Kosten, welche durch die Entwicklung neuer Arzneimittel entstehen, im richtigen Verhältnis zu dem Nutzen stehen, den die Produkte den Patienten bringen.

Natürlich sind Kosten- und Nutzenbewertungen erforderlich, da die Unternehmen der Pharmaindustrie nicht mit falschen bzw. teuren Vorgaben für Innovationen ihre Gewinne steigern sollen. Schließlich würde dies wiederum auf den Schultern der Beitragszahler liegen bleiben. Aber über die Art und Weise wie Kosten und Nutzen bewertet werden, muss Klarheit bestehen. Dies scheint noch ein Punkt zu sein, welcher geklärt werden sollte. Ein sehr heikles Thema, da hier Fragen beantwortet werden müssen, welche die Gesundheit des Patienten zum Inhalt haben. Also, wie teuer darf Gesundheit sein? Damit eingeschlossen ist auch oder natürlich die „Qualität des Lebens“. Aber wer darf über die Lebensqualität entscheiden?

Die Befürchtung liegt nahe, dass es dabei nur noch um die Senkung der Kosten geht und viel weniger um die Gesundheit sowie Lebensqualität des Patienten. Jetzt ist diese Entwicklung schon deutlich zu spüren, viele gesetzliche Krankenkassen haben ihren Leistungskatalog radikal gekürzt.

Je nachdem ob die Gesundheitsexperten mit ihrer Stellungnahme beim Institut gehör finden, wird sich in Zukunft wohl entscheiden, ob Arzneimittel und Therapiemaßnahmen bezahlt werden oder ob dies dem Zufall überlassen bleibt. Die Politik müsste an dieser Stelle mit einer „verbesserten“ Gesundheitsreform ein Zeichen setzen.