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EM 2008: Masernepidemie überschattet die Fußball-Europameisterschaft

Juni 4, 2008

Bei der diesjährigen Fußball-EM in der Schweiz und Österreich gelten Frankreich und Italien als große Favoriten. Dabei wird von vielen Experten aber übersehen, dass es eine noch stärkere „Mannschaft“ gibt, die nicht zu unterschätzen ist. Mein absoluter Favorit auf den EM-Titel ist daher die Infektionskrankheit Masern.

Diese „Mannschaft“ könnte zum gefährlichsten Gegner für die teilnehmenden Nationen werden. Zumal in der Schweiz immer neue Krankheitsfälle auftreten und die Masern-Viren verstärkt auch in Deutschland grassieren. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden seit Beginn des Jahres über 500 Masernfälle gemeldet. Besonders betroffen sind die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Ein Ende der Erkrankungswelle lässt sich bisher noch nicht absehen.

Daher könnte die Fußball-Europameisterschaft auch für die Fans zu einer großen Herausforderung werden. Eigentlich sollte die Unterstützung der Lieblingsmannschaft im Vordergrund stehen, aber dieses Jahr müssen sich die Fans auch auf einen anderen Gegner konzentrieren – die sehr ansteckende Masernerkrankung. Neben den typischen roten Hautflecken kann die Infektionskrankheit auch zu lebensgefährlichen Komplikationen wie Lungen- oder Hirnentzündung führen.

Seit nunmehr 1 ½ Jahren versuchen die Gastgeberländer, eine schwere Masernepidemie in den Griff zu bekommen – bisher blieben die Bemühungen aber erfolglos. Allein in der Schweiz wurden bis Ende Mai knapp 2900 Erkrankungen gemeldet. Aus einer Veröffentlichung des Schweizer Bundesamts für Gesundheit geht hervor, dass die Schweiz seit November 2006 die größte Masernepidemie seit Beginn der Meldepflicht für diese Infektionskrankheit im Jahr 1999 erlebt.

Die Ansteckungsgefahr für die Fans bei der Fußball- Europameisterschaft ist besonders hoch bei großen Menschenansammlungen, wie auf Fan-Meilen oder im Stadion. Dabei genügt ein flüchtiger Kontakt zum Erkrankten, damit es zu einer Ansteckung mit den Viren kommt. Infizierte Fußballanhänger können per Fan-Tröte oder Trinkflasche die Masernviren leicht verteilen. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch die so genannte Tröpfcheninfektion. Daher genügt es schon, wenn der infizierte Platznachbar auf der Fußballtribüne niest oder hustet. Dabei kann sich jeder Fußballliebhaber anstecken, der entweder nicht geimpft ist oder noch keine Masern gehabt hat.

Um die mitunter lebensgefährliche Viruserkrankung auszumerzen, ist eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent erforderlich. Eine Masernimmunität ist mit zwei Impfgängen zu erreichen. In der ersten Impfung werden abgeschwächte Masernerreger Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten injiziert. Die empfohlene Zweitimpfung erfolgt 4 Wochen nach der ersten Impfung. Diese Impfung wird meist als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln durchgeführt. Auch wenn in Deutschland rund 94 Prozent der Schulanfänger einmal gegen Masern geimpft sind, erreicht die Impfrate bei der zweiten nur etwa 83 Prozent. Dabei ist die Impflücke bei Teenagern besonders groß. Somit kann es auch in Deutschland zur Fußball-EM verstärkt zu Masernausbrüchen kommen, da die Impfquoten nicht überall ausreichend hoch sind.

Daher ist es nicht verwunderlich, warum Mediziner kurz vor der Europameisterschaft noch einmal vor einer Masernepidemie warnen. Im Jahr 2006 gab es die letzte große Infektionswelle in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen infizierten sich mehr als 1700 Bürger. Dabei mussten rund 15 Prozent der Erkrankten mit schwerwiegenden Komplikationen (Lungen-, Mittelohr-, Gehirn- und Hirnhautentzündungen) stationär behandelt werden. Dies zeigt, dass eine Maserninfektion niemals eine harmlose Kinderkrankheit sein kann.

Nun warnt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr während der EM 2008. Experten befürchten, dass die Masern-Welle zur Europameisterschaft auch auf Deutschland überschwappen könnte. Für die Großveranstaltung in der Schweiz und Österreich wären beispielsweise Impfstationen eine sinnvolle Maßnahme. Dies wäre zwar eine Notlösung, aber die Fans hätten die Möglichkeit, sich vor dem Fußballspiel eine Einmaldosis spritzen zu lassen. Das Gastgeberland Schweiz lehnt solche Stationen allerdings ab, da es um sein Image fürchtet.

Daher sollten Fußball-Fans, die das Großereignis in den Gastgeberländern oder auf Fan-Meilen verfolgen möchten, ihren Impfschutz überprüfen und sich bei Bedarf vorsorglich impfen lassen. So mussten auch die Spieler der deutschen Fußball-Nationalelf, vor der Abreise in das Mannschaftsquartier der Schweiz, ihren Impfschutz nachweisen. Wer keinen Schutz gegen Masern mitbrachte, wurde sofort geimpft.

Ausgaben für Gesundheit gestiegen

Mai 6, 2008

Im Jahr 2006 gaben die Deutschen wieder mehr für ihre Gesundheit aus. Die Ausgaben der Bundesbürger beliefen sich auf 245 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 2,4 Prozent mehr, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Der Anstieg ist zurückzuführen auf erhöhte Ausgaben für Medikamente, Arztrechnungen, Krankenhauskosten und Pflegedienste.

Jeder Einwohner gab 2006 durchschnittlich 2.970 Euro für die Gesundheit aus. Im Jahr zuvor lagen die Gesundheitsausgaben noch bei 2.900 Euro. Damit beliefen sich die Ausgaben auf 10,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Der größte Ausgabenposten wurde durch die gesetzliche Krankenversicherung verursacht. Deren Ausgaben erreichten im Jahr 2006 knapp 140 Milliarden Euro, das entsprach einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Prozent. Die private Krankenversicherung zahlte 7,4 Prozent der Gesundheitsausgaben, das sind umgerechnet 22,5 Milliarden Euro.

Die hilfstätigen Organisationen und die privaten Haushalte gaben etwa 3,4 Prozent mehr aus als im Jahr 2005. Das entspricht Mehrausgaben in Höhe von 33,3 Milliarden Euro.

Überdurchschnittliche Ausgabensteigerungen gab es für ärztliche Leistungen, welche um 3,2 Prozent angestiegen wären. Dagegen hätten die Kosten für Medikamente, Hilfsmittel oder Material nur um 2 Prozent zugenommen. In der ambulanten Versorgung waren vom Ausgabevolumen (48,4 Prozent oder 118,6 Milliarden Euro) her betrachtet, die Arztpraxen (36,4 Milliarden Euro) und die Apotheken (34,7 Milliarden Euro) die bedeutendsten Posten. An dritter Stelle stehen die Zahnarztpraxen mit einem Ausgabenanteil von 15,8 Milliarden Euro.

Dagegen wurden im (teil-)stationären Bereich 90,1 Milliarden Euro mehr aufgewendet, das entspricht 2,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005. Daraus ergibt sich ein Anteil an den gesamten Ausgaben von 36,8 Prozent. Zu den (teil-)stationären Einrichtungen gehören Krankenhäuser (63,9 Milliarden Euro) und die Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (18,8 Milliarden Euro). Aber auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, welche mit 7,4 Milliarden Euro an den Ausgaben beteiligt waren.

Serviceparadies Deutschland: Apotheken beste Dienstleister

Mai 5, 2008

Die Bundesbürger fühlen sich in vielen deutschen Geschäften gut behandelt. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach lobt sogar die „blühenden Servicelandschaften“, so die Onlineausgabe des Magazins Spiegel. Die einzigen Negativ-Ausnahmen sind die Telekom und die Bahn.

Die Deutschen fühlen sich hauptsächlich in Apotheken, beim Friseur und in Bäckereien gut beraten. In der vom Institut Allensbach erhobenen Befragung verbesserten sich besonders stark der Service in Hotels und Restaurants, aber auch im Buchhandel und Taxigewerbe. Nach Angaben des Instituts würde der bisher oft verwendete Begriff der „Servicewüste“ für Deutschland nicht mehr passen.

Die Spitzenposition belegen die Apotheken. Vier von fünf Befragten sprachen sich für einen guten Service aus, dagegen fanden ihn fünf Prozent schlecht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Friseure und Mitarbeiter von Bäckereien. Negativ wurde die Servicequalität der Bahn beurteilt. Die Befragten bescheinigten dem Unternehmen mit 53 Prozent einen schlechten Service. Im Jahr 2002 waren es hingegen nur 47 Prozent gewesen.

Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch für die Bahn: Immerhin fühlen sich 19 Prozent der Befragten von Bahn-Mitarbeitern gut behandelt, 2002 waren es bloß 16 Prozent gewesen.

Der Umfrage zufolge ist die Telekom absolutes Service-Schlusslicht: Wobei die Anzahl der unzufriedenen Kunden von 47 auf 58 Prozent zunahm, die Anzahl der Zufriedenen von 22 auf 19 Prozent zurückging. Für die Studie wurden im April 929 Menschen ab 16 Jahre vom Institut für Demoskopie in Allensbach nach ihrem Urteil über 21 Dienstleistungsbereiche befragt.

Frühjahrsmüdigkeit Ade!

April 2, 2008

Gerade jetzt, wo die Tage länger und die Nächte kürzer werden, kennt sie nahezu jeder: die Frühjahrsmüdigkeit. Durch den ständigen Wechsel von Kalt auf Warm, gerät der Kreislauf aus dem Gleichgewicht und man fühlt sich müde, abgespannt und matt. Aber auch verstärkte Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit und Schwindelgefühle können auftreten. Zur Überwindung der persönlichen saisonalen Schlappheit, hier einige nützliche Tipps:

• (Kleine) Umstellung der Essensgewohnheiten. Die Mahlzeiten sollten vitaminreich und kalorienarm sein, mit zum Beispiel viel Obst, Salat, Quark und Vollkornbrot. Ein eiweißhaltiges Frühstück weckt zudem die Lebensgeister. Am Tag viel Mineralwasser und vor dem Zubettgehen einen beruhigen Kräutertee trinken.

• Am Tag sollten die ersten Sonnenstrahlen als Energiequelle genutzt werden. Die Mittagspause im Freien zu verbringen oder am Wochenende einen kleinen Spaziergang zu unternehmen, wirkt sich positiv auf das Gemüt und den Körper aus. Durch die Sonne wird der Körper außerdem zur Produktion von Hormonen und Vitamin D angeregt. Dieses Vitamin ist wichtig für das Immunsystem und sorgt für stabile Knochen.

• Durch Wechselduschen die Abwehrkräfte stärken. Dabei immer zum Herzen hin, also bei den Beinen beginnen und an den Schultern enden. Am Morgen nach der warmen Dusche 6 Sekunden lang kaltes Wasser erst über das rechte und dann über das linke Bein gießen. Dabei seitlich nach oben und anschließend mittig nach unten. Danach der rechte Arm und die Schulter, gefolgt vom linken Arm und die Schulter. Zum Schluss gut abtrocknen.

• Genügend Schlaf von mindestens 7 bis 8 Stunden. Der Körper benötigt den Schlaf um sich zu regenerieren und um in der Nacht Melatonin zu bilden.

• Die Haut benötigt eine intensive, feuchtigkeitshaltige Pflege. Dadurch kann sie sich vom regelmäßigen Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und nasskalter Witterung erholen.

• Bewegung in der Freizeit (z.B. Joggen, Walken, Radfahren) hilft, zum Beispiel Stresshormone abzubauen.

• Zur Aufhellung der Stimmung, sollte der Alltag abwechslungsreich gestaltet werden.

Klingt alles ein wenig esoterisch, aber wenn es hilft, warum nicht.

Gesundheitliche Probleme durch Umstellung auf die Sommerzeit

März 20, 2008

Nicht vergessen, am 30.03. wir die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt. Wenn man dann am Morgen um 08.00 Uhr aufsteht, ist es eigentlich erst um 07.00 Uhr. Das bedeutet, uns fehlt eine Stunde vom notwendigen und erholsamen Schlaf. Dabei werden vor allem Berufstätige an diesem Tag Probleme haben, pünktlich aus dem Bett zu kommen.

Oft kommt der Körper bei der Zeitumstellung dann so aus dem Takt, dass er Tage oder auch Wochen benötigt, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Häufig geht diese Umstellungsphase sogar mit gesundheitlichen Problemen einher. Viele Menschen leiden dann an einem so genannten Mini-Jetlag, verbunden mit z.B. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, Magen- und Herzprobleme.

Statistiken belegen sogar, dass bedingt durch die Zeitumstellung die Menschen öfter den Hausarzt aufsuchen und vermehrt Schlafmittel einnehmen. Aber auch die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr nimmt in der Woche nach der Zeitumstellung deutlich zu. Daher mein Tipp: Eine Woche Urlaub, mindestens. :-)