Hautkrebsvorsorge ab Juli Kassenleistung/ Sonnenbrand vermeiden

By gesundheitundpflege

Die warmen Tage haben begonnen, die Liegestühle für ein Sonnenbad sind wieder entstaubt und der Urlaub für den Sommer ist bereits geplant. Viele genießen die warmen Strahlen der Sonne, ohne dabei an den Schutz ihrer Haut zu denken. Und beachten nicht, das der Hautkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung ist, die am schnellsten zunimmt. Hautärzte und Forscher rechnen sogar mit einem drastischen Anstieg der Erkrankungsrate für die kommenden Jahre. Auch wenn das Melanom sehr gefährlich ist, kann es rechtzeitig erkannt, gut behandelt werden. Dies haben jetzt auch die gesetzlichen Krankenkassen erkannt.

Ab 01. Juli 2008 übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten für eine Hautkrebsvorsorge. Dabei hat jeder Versicherte ab dem 35sten Lebensjahr alle 2 Jahre Anspruch auf eine kostenlose Früherkennungsuntersuchung. Bisher musste ein Hautkrebs-Screening von den Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden, da diese Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung eingestuft wurde. Dabei sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Der wohl wichtigste Risikofaktor für die Hautkrebsentstehung ist die überhöhte Sonnenbestrahlung. In Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Erwachsene mit einer Hautkrebserkrankung als (Klein)Kind vermehrt der Sonne ausgesetzt waren. Dies ist umso dramatischer, da aufgrund der empfindlichen Kinderhaut, bereits ein starker Sonnenbrand als Auslöser für einen Hautkrebs im Erwachsenenalter ausreichen könnte.

Oft kann schon ein kurzes Sonnenbad, besonders bei gefährdeten Menschen, einen Sonnenbrand auslösen. Sicher ist auch, das nicht jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand zwangsläufig einen Hautkrebs hervorruft. Aber jede übermäßige UV-Bestrahlung kann die Hautzellstruktur negativ verändern. Treten diese Schädigungen vermehrt auf, erhöht sich gleichzeitig das Risiko, mit zunehmendem Lebensalter an Hautkrebs zu erkranken.

Daher sollten (gefährdete) Erwachsene und Kinder sich nicht ungeschützt der Sonne aussetzen. Häufig reichen schon wenige Vorsichtsmaßnahmen aus, um sich und das Kind fast vollständig vor den gefährlichen Seiten der Sonne zu schützen.

Da die Ursache für den Hautkrebs meist eine zu ausgiebige Sonnenbestrahlung ist, sollte zur Vorbeugung, die direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Der einfachste und effektivste Schutz vor intensiver Sonne wird durch Kleidung (incl. Kopfbedeckung) und Schatten gewährleistet. Dabei sollte die Sonne besonders in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr gemieden werden. Aber auch in der restlichen Zeit ist es notwendig, unbedeckte Hautareale mit Sonnenschutzmitteln zu schützen. Dabei ist der Sonnenschutzfaktor abhängig vom Hauttyp und der Sonnenzeit. Besteht Unsicherheit darüber, welcher Hauttyp vorliegt, sollte der Hautarzt aufgesucht werden. Grundsätzlich ist es notwendig, immer ein Sonnenschutzprodukt zu verwenden, das sowohl vor UV-B-Strahlung als auch vor UV-A-Strahlung schützt.

Dabei ist es erforderlich den Sonnenschutz mehrmals am Tag zu erneuern. Das Eincremen sollte cirka 30 Minuten vor dem Sonnenbad erfolgen. Es gilt jedoch zu beachten, das Nachcremen die Schutzwirkung nicht verlängert. Wenn möglich, wasserfeste Lichtschutzprodukte verwenden. Nach jedem Abtrocknen am Strand oder Pool, muss die Haut erneut eingecremt werden. Ebenso sind die Augen durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter zu schützen.

Generell gilt: Kinder bis zu ihrem dritten Lebensjahr niemals der prallen Sonne aussetzen! Der natürliche Eigenschutz der Haut gegen UV – Strahlen ist noch nicht vollständig entwickelt. Beim Spielen im Freien immer im Schatten aufhalten. Bei Säuglingen empfiehlt es sich, einen kleinen Schirm am Kinderwagen zu befestigen. Die Haut des Kindes sollte in den ersten 12 Monaten nicht unnötig mit Sonnenschutzmitteln belastet werden. Zum Schutz vor Sonnenbrand eignet sich sonnengerechte Kleidung und eine dünne Babydecke aus festem UV – undurchlässigem Stoff. Ebenso ist der Kopf des Kindes zu bedecken. Eine Kopfbedeckung verhindert nicht nur den Sonnenbrand am Kopf, er schützt darüber hinaus auch vor einem Sonnenstich.

Nach dem Urlaub am Meer oder spätestens am Ende des Sommers, blicken viele Menschen wehmütig auf die vermeintlich schönste Zeit im Jahr zurück. Einige Urlauber bringen aber außer Andenken auch gesundheitliche Probleme mit. Gerade lange Sonnenbäder brennen sich tief in die Haut ein. Eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung schafft Klarheit.

Weitere Informationen zur Hautkrebsfrüherkennung und zum richtigen Umgang mit der Sonne bietet die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auch der Verein zur Bekämpfung des Hautkrebses e.V. (www.hautkrebs.de) bietet umfangreiche Hinweise.

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